Kohleprotest in Wilhelmshaven

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Neben der gravierenden CO2 Problematik  ergeben sich noch eine Fülle von weiteren Aspekten, die die großen Energieversorger gern in ihren Hochglanzprospekten übersehen. Egal ob  die Erdoberfläche in eine Mond- landschaft verwandelt wird, die Erde bebt,  Tausende Gewerkschafter ums Leben kommen, Menschen vertrieben werden oder der Lebensraum vergiftet wird - die Folgen des Kohleabbaus sind vielfältig. Nachfolgend sind einige Beispiel exemplarisch aufgeführt und verlinkt.

Kohleabbau Indien- Weltbank ignoriert Unregelmäßigkeiten

Fallbeispiele: Internationale Verpflichtungen – Deutschlands Rolle in der Weltbank

Die Weltbank fördert mit Finanzierung von Kohleabbau die Vertreibung von  wenigstens 10.000  Menschen. Das Weltbank-Management gibt vor, nicht in der Lage zu sein, das Kohleabbauunternehmen zu beeinflussen und die Regierungen scheinen unwillig, die Harmonie im Weltbank Exekutivdirektorium zu stören oder das Management zum Handeln zu bringen. Die "Unregelmäßigkeiten" halten an. 

Brandenburg will aussteigen

Welchen Schaden Kohle schon vor der klimaschädlichen Verstromung anrichten kann, mussten im Februar 2008  Bewohner rund um das Abbaugebiet Primsmulde Süd im Saarland erfahren, als es dort zu einem schweren Grubenbeben kam. Die Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue“ will die Pläne Vattenfalls und der Landesregierung in Potsdam verhindern, in Brandenburg drei oder sogar sieben neue Tagebaufelder für den Kohleabbau zu erschließen.

Konfliktort Black Mesa (USA)

In den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich als Leader im weltweiten Kampf gegen die Verletzung von Menschenrechten ansehen, haben die Ureinwohner von Amerika immer noch keinen genügenden Schutz vor Landwegnahme, Umsiedlungen durch Gewalt und Rassismus. Ein sehr aktuelles Beispiel dazu ist die Situation der Familien, die von einer Zwangsumsiedlung bedroht sind. Sie kämpfen mit Hilfe internationaler Unterstützung seit über 25 Jahren gegen ein Gesetz, das sie von ihrem angestammten Land vertreiben soll. 

Konflikte um geplanten Kohleabbau in Venezuela

Konterkariert ein ausgeweiteter Tagebau im Bundesstaat Zulia die Leitlinie einer

 "nachhaltigen" Entwicklung der Regierung Chávez? Neben Kungeleien stehen steht hier auch die Missachtung der Menschenrechte auf der Tagesordnung.

Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien (Glencore)

Glencore beantwortet seit Jahren keine Fragen von Journalisten. Weder; telefonisch
schriftlich, noch persönlich. Dies wäre keine Meldung wert, handelte es sich nicht um
das grösste Unternehmen der Schweiz. Der Rohstoffriese Glencore setzt 146 Milliarden
Franken um, 50 Milliarden mehr als Nestlé.

Siedlungen in Kolumbien werden notgedrungen geräumt

Im August 2001 wurde das Dorf Tabaco gewaltsam geräumt, viele der Betroffenen sind traumatisiert und haben keine oder sehr geringe Entschädigungen für ihren gesamten Besitz erhalten. Weiteren Siedlungen droht ein ähnliches Schicksal: sie müssen in den nächsten ein bis vier Jahren der Mine weichen. Den Bewohnern wird schon heute der Zugang zu ihrem Land durch Strassensperren verunmöglicht, die Stromversorgung wird häufig unterbrochen und sie haben keine Möglichkeit, Arbeit zu finden. Hinzu kommen gesundheitliche Beschwerden wie Hautausschläge und Atemwegserkrankungen.

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